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 Jahr 2007 ~ Tagung der FES
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Integrationskurse und Landesintegrationskonzepte

Friedrich-Ebert-Stiftung

Hauptthema des „Gesprächkreises Migration und Integration“ am 21. Mai 2007 im Willy-Brand-Haus in Berlin war die Erörterung zentraler Bestandteile eines umfassenden Integrationsprogramms. Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung arrangiert und beteiligte solche bekannte Politiker wie Dr. Ralf Stegner, Rüdiger Veit und Lale Akgün, die sich mit der Thematik Integration auf Landes- sowie Bundesebene auseinandersetzen.

 

Die Bundesrepublik Deutschland ist zu einem wichtigen Einwanderungsland geworden. Dies belegen die statistischen Zahlen: jeder fünfte in Deutschland lebende Mensch hat einen Migrationshintergrund. Damit stellen die Einwanderer in der Gegenwart wie auch in der Zukunft ein großes Potenzial für die politische und gesellschaftliche Entwicklung dieses Landes dar. Die ausländischen Zuwanderer haben im Laufe vieler Jahre einen erheblichen Beitrag zum Aufbau der Bundesrepublik Deutschland beigetragen. Dabei hat man oftmals „vergessen“ oder nicht für nötig erachtet, die Migranten in die bundesrepublikanische Gesellschaft zu integrieren. Heute wird das Thema Einwanderung in der Politik heiß diskutiert. Was sind die Kerninhalte dieser oftmals populistisch geführten Auseinandersetzung?

Der erste Schritt, der getan werden muss, hier waren sich alle Teilnehmer der Diskussionsrunde im Willy-Brandt-Haus einig, ist die Veränderung der Rahmenbedingungen im Bildungs- und Sozialsystem. Dazu zählt eine große Palette von Neuregelungen, die die Quote erfolgreicher Migranten steigern soll. Es müssen Anstrengungen von allen Seiten unternommen werden: von Seiten der Zuwanderer, der einheimischen Bevölkerung sowie der Politik. Momentan haben wir ein gutes wirtschaftliches Klima für die Umsetzung von Neuordnungen im Land, mit denen das intensivere Einleben der Zugewanderten gefördert werden kann. Dazu zählen u. a.  die parallele Förderung der deutschen sowie der Muttersprache, frühkindliche Spracherziehung (vorschulpflichtig), Sprachkurse für Frauen und junge Mütter.

 

Das Hauptproblem bisheriger Eingliederungsversuche ist die Chancenungleichheit der Migranten. Aus diesem Grund muss unsere Gesellschaft lernen alle Schichten der Zuwanderer gleich zu behandeln. Dies würde nur dann geschehen, wenn Worte wie „Akzeptanz“, „Gleichberechtigung“ und „friedliches Miteinander“ zum untrennbaren Bestandteil unseres Alltags werden.

 

Für den OBS.A nahm die Vorsitzende, Eleonora Heinze, an der sehr interessanten und informativen Veranstaltung teil.

 

Eleonora Heinze

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